Franziskusweg
Unterwegs mit dem Hl. Franziskus
Geschichte
Im Jahre 1905 wandte sich der Redinger Pfarrer Zieser an die Generaloberin der Franziskanerinnen der
Barmherzigkeit, mit der Bitte einige Ordensschwestern nach Redingen zu entsenden. Sie sollten in
dieser Region den ambulanten Krankendienst übernehmen.
1907 wurde dann die Filiale gegründet und der ambulante Pflegedienst konnte beginnen. Einstweilen
wohnten die Schwestern bei den beiden Fräulein Hemmer, die ihnen in edelmütiger Weise einen Teil
ihres Hauses unentgeltlich eingeräumt haben.
1910 haben die beiden Fräulein Clémence und Mathilde Hemmer auf ihre Kosten die Scheune, die an
ihr Haus angebaut war, zu einem kleinen Hospital umbauen lassen. Im Haus war auch schon eine
kleine Kapelle eingerichtet. Ab diesem Moment wurde auch stationäre Krankenpflege und
Bauernbetrieb die Beschäftigung der Schwestern.
1925 haben die beiden Schwestern Hemmer den Franziskanerinnen das Gebäude durch eine
Schenkung übergeben, mit der Auflage, dass ihr Haus seiner jetzigen Bestimmung als Krankenhaus
erhalten bliebe, und den beiden lebenslänglich, unentgeltlich Kost und Pflege sowohl im gesunden wie
im kranken Zustande zu leisten sei.
1926 bereits, wurde die Klinik vergrößert und modernisiert um sich den Bedürfnissen der Bevölkerung
anzupassen. Auf die Bitte von Dr. Ernest Lamborelle, welcher die Leitung der Klinik übernommen hatte,
wurde ein Operationszimmer und ein Röntgenapparat eingerichtet.
Nach dem großen Brand von 1954 und den darauffolgenden, notwendigen Reparaturarbeiten mit
zusätzlichem Ausbau, wurden vermehrt pflegebedürftige und alte Menschen aufgenommen und
langsam wandelte sich die Ausrichtung des Gebäudes zum Altenheim. Daraufhin dauerte es etliche
Jahren bis eine dringend notwendige Vergrößerung des Altenheimes erwogen wurde. Die
beträchtlichen Umbaukosten konnten jedoch nicht alleine von der Kongregation der Franziskanerinnen
der Barmherzigkeit getragen werden. Dank der Gründung des interkommunalen Syndikats „De
Reidener Kanton“ im Jahre 1990 kam es zur Entscheidung, den Ausbau des Redinger Altenheimes in
Angriff zu nehmen.
Im Jahr 1994 wurde eine Konvention zwischen den Franziskanerschwestern und dem Syndikat
unterschrieben. Diese ebnete den finanziellen Boden.
Am 5. November 1998 wurde endlich, die erste Bauphase des neuen Hauses offiziell eingeleitet. Im
April 2002 fand der Umzug der Bewohner aus dem alten Haus ins neue, moderne und angepasste
Gebäude statt. Dies war das Ende der ersten Bauphase.
Das 100 Jahre alte Klinikgebäude wurde im Herbst 2002 abgerissen, um Platz für die zweite und letzte
Bauphase zu schaffen.
2007 waren fast alle Arbeiten abgeschlossen und das Home Pour Personnes Agées St. François in
Redingen entspricht fortan den Bedürfnissen eines Altenheims des 21ten Jahrhunderts.
Redange